Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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hen, will ich gern glauben; indeß zwiſchen einer bloßen Idee und ihrer Ausführung iſt denn doch ein gewal⸗ tiger Unterſchied; zumal wenn es ſich von einer Idee handelt, wo das ganze neufranzöſiſche Regiment zu Grunde gehen kann, worum ich übrigens den Himmel täglich bitte.

Bei Bonaparte ſcheint die Idee von der Aus⸗ führung nicht zu entfernt zu liegen, verſetzte Lacoſte, wenigſtens muß er hinſichtlich Aegyptens an eine Ausführbarkeit gedacht haben; wozu hätte er ſich wohl ſonſt aus der ambroſianiſchen Bibliothek zu Mailand ſämmtliche Bücher kommen laſſen, die über den Orient handeln, und überall, wo von Aegypten die Rede, iſt der Rand mit Noten und Zeichen bedeckt, wie man bei der Zurückgabe deutlich bemerkt hat. Was übri⸗ gens das gegenwärtige Regiment Frankreich betrifft, welches Ihr durch einen Angriff Aegyptens für ge⸗ fährdet haltet, ſo bin ich gerade der entgegengeſetzten Meinung. Das ſchwache Directorium zittert im Ge⸗ heim vor dem ſieggekrönten Feldherrn und wünſcht ihn mit ſeiner Armee meiſt aus wilden trotzigen Republikanern beſtehend ſo weit von Frankreich als immer möglich. Einem Manne, der unlängſt mit den Königen unterhandelte als wäre er es ſelbſt, an der Spitze eines ergebenen Heeres, iſt wenig zu trauen. Hierin haben die Messieurs les cinq vollkommen Recht. Was kümmert ſie es, ob der junge Held mit ſammt ſeiner Armee zu Grunde geht, wenn nur ſie geſichert ſind. Ich will nicht Lacoſte und Euer Freund heißen, wenn hierin die fünf Directoren nicht einer wie der andere denken.

Ich wünſchte, Ihr hättet Recht, erwiederte nach einiger Zeit Montreuil,obſchon ich trotz der mannig⸗ fachen Beweiſe die ägyptiſche Expedition noch gar