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überwiegenden Einfluß in jenem Lande zu gewinnen. Später entwarf ſelbſt der deutſche Philoſoph Leibnitz den genialſten Plan, Aegypten zu unterwerfen und zu colonifiren, welchen er dem großen Ludwig einreichte. Noch ſpäter bemühte ſich der Herzog von Chviſeul, durch Unterhandlung das ehrwürdige Land der Pha⸗ raonen für Frankreich zu gewinnen; der zahlreichen Schriften und Memviren nicht zu gedenken, welche ſämmtlich unwiderlegbar darthun, daß die Eroberung Aegyptens von unſrer Seite das alleinige Mittel iſt, Englands Uebermacht in Oſtindien zu ſtürzen und Frankreich den unbeſchränkten Handel mit dem Oriente zu ſichern. Hat eine europäiſche Seemacht einmal in Aegypten feſten Fuß gefaßt, ſo beherrſcht ſie nicht nur den Welthandel zwiſchen dem Orient und Oeccident, ſondern hält auch den Schlüſſel zu drei Welttheilen in der Hand.“
Montreuil war etwas nachdenklich geworden. La⸗ coſte argumentirte weiter.
„Mir iſt ferner,“ ſprach er,„aus guter Quelle bekannt, daß Bonaparte bereits während der Frie⸗ densverhandlungen zu Campo Formiv mit der Idee zu einer Eroberung Aegyptens ſchwanger ging. Wenn die Bildſäulen in den Gärten von Paſſerianv, welche ſeine geheimſten Geſpräche belauſcht, erzählen könn⸗ ten, würde Euch eine ägyptiſche Expeditivn weniger außerhalb dem Bereiche des Glaubbaren liegen. Daß für großen militäriſchen Ruhm Europa zu klein und dafür nur der Orient ein würdiges Feld darbietet, hat Bonaparte wiederholt vor einer Menge Zeugen geäußert.“
„Daß dem jungen ſiegreichen und thatendurſtigen General,“ erwiederte der Herr von Saint Maurice, „mancherlei großartige Gedanken durch den Kopf ge⸗


