Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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bekränzte, war Baptiſt, der junge Gärtner, beſchäf⸗ tigt. Ihm war von ſeinem Herrn Vater der ge⸗ meſſene Befehl zu Theil geworden, den bösartigen Maulwurf, welcher ſeit einigen Tagen die ſchönſten Tulpen und Hyazinthenbeete des Gartens unterminirte, todt oder lebendig einzuliefern. Bevor dies aber ge⸗ ſchehen konnte, mußte Baptiſt nach dem alten deutſchen Sprüchworte:Die Nürnberger henken keinen, bevor ſie ihn haben, darauf bedacht ſein, den blinden Feind in ſeine Gewalt zu bekommen; eine Sache, die mit eben ſo viel Schwierigkeit wie Geduld verbunden war.

Was nun die letztgenannte Tugend anbelangte, ſo gehörte ſie leider nicht zu denjenigen, in welchen es Baptiſt während der zwanzig Jahre, die er in der Welt lebte, weit gebracht hatte; und man wird ſich daher nicht wundern, wenn er ſeinem Geſchäfte nicht mit derjenigen Freudigkeit oblag, die ihm von ſeinem Vater war anbefohlen worden, ſondern ſein Mißbe⸗ hagen durch allerhand ungeduldige Geſten und halb⸗ unterdrückte Ausrufungen an den Tag legte.

Es kam diesmal noch ein anderer Umſtand hinzu, welcher Baptiſten das langwierige Maulwurffangen unausſtehlich machte; das war das faſt ununterbrochene Trommeln und Trompeten, welches durch die ſtille Frühlingsluft daher tönte, und das von den zahlrei⸗ chen Kolonnen herrührte, die damals aus dem nörd⸗ lichen und ſüdlichen Frankreich nach dem Süden zo⸗ gen, um an der großen Expeditivn Theil zu nehmen, die unter dem Befehle des gefeierten Generals Napo⸗ leon Bonaparte mit Nächſtem in See ſtechen ſollte. Alle Augenblicke ſah man den Maulwurfjäger nach der unfern gelegenen Terraſſe des Gartens galoppiren, von wo man die Straße, welche von Montelimart nach Orange führte, eine ziemliche Strecke überſehen