Teil eines Werkes 
1. Band, Camelien : Novellen und Erzählungen : [1] (1853)
Entstehung
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Reuer Kerger, neue Drangſal.

Den Cvuſinen gefiel es dermaßen beim Aſtronv⸗ men Findeiſen, daß ſie an gar kein Weiterfahren dachten. Ich hatte ſchon mehrmals zum Aufbruch ge⸗ blaſen, denn die Sonne neigte ſich zum Untergange. Mir war es eben nicht behaglich; mein Unſtern hatte wieder mehrere fatale Streiche geſpielt. Ein werth⸗ volles Perſpectiv hatte ich unvorſichtiger Weiſe aus der Hand fallen laſſen; ich denke Findeiſen will ſich den Kopf abreißen. Dann war, trotz des ausdrück⸗ lichen Verbots, die Gartenthüre aus Verſehen offen geblieben. Ziegen und Hühner waren in Maſſe hin⸗ ein marſchirt und hatten als Crvaten und Panduren darin gehauſt. Ein prächtiger Ziegenbock war gar auf und davon gegangen. Obſchon ich hoch und theuer ſchwur, den Kerl mit keinem Auge geſehen zu haben, ſollt' ich ihn aus der Verzäunung gelaſſen haben. Wenn es geſchloßt oder gehagelt hätte, oder Feuer vom Himmel gefallen wäre, würde ich's unbeſtritten ebenfalls geweſen ſein. Was mich bei dieſen Wider⸗ wärtigkeiten am meiſten empörte, war, daß die Cou⸗ ſinen ſtets Partei gegen mich nahmen. Marianne wollte mir in Betreff des Ziegen⸗ und Hühnermarſches expreß zugerufen haben, die Thüre ja zuzumachen⸗ Das Mädchen wußte gar nicht was es ſprach. Was den in die weite Welt gegangenen Ziegenbock betraf, ſollt' ich zu Amalien geſagt haben: den möcht' ich galopßiren ſehen, woraus man ſchloß, daß ich ihn eigens losgekuppelt habe. Wenn Findeiſen end⸗ lich ganz desperat auf mich wurde, war kein Menſch Schuld, als die verwahrloſten Couſinen. Darum ſoll⸗ ten ſie fort. Ich drang mit Energie darauf und ſo gelang mir's, die Sippſchaft binnen einer halben