Teil eines Werkes 
1. Band, Camelien : Novellen und Erzählungen : [1] (1853)
Entstehung
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Braten. Findeiſen war Gourmand, das wußte ich. Ich faltete daher fromm die Hände; ſo war ich denn nach langer Trübſal endlich in einen Hafen der Ruhe und des Glückes eingelaufen, wo alle Stürme ſchwei⸗ gen, wo Frieden und Seligkeit wohnt. Wie gern vergißt man all' überſtandenen Stürme, Schiffbruch und Klippen, wenn man ſich nur am Abende mit gutem Appetite an einer wohlbeſetzten Tafel niederſetzen kann.

Herr Findeiſen guckte wieder nach der Uhr;aber es wird hohe Zeit, rief er,der Anfang iſt präcis ein Viertel auf Zwei; meinen Sie nicht? fragte er, zu mir gewendet. Ich bejahte mit verklärtem Geſicht.

Ihr Mädchen, rief unſer Gaſtfreund den Cou⸗ ſinen zu,die Ihr keinen Sinn habt für eine höhere geiſtige Speiſe, könnt immer diniren ad Kbitum. Im Eßſaal iſt Alles fix und fertig; mich und den Couſin gelüſtet nach einer edleren Koſt, von welcher Ihr ar⸗ men Geſchöpfe freilich keine Ahnung habt.

Nun, was ſoll denn das bedeuten, fragte ich mich, und ein Fieberfroſt zitterte durch meine Glieder.

Kommen Sie, mein verehrter Freund, ſprach Herr Findeiſen, indem er mich unter'm Arm nahm, wie glücklich müſſen wir uns preiſen gegen dieſe ar⸗ men verwahrloſten Dinger, deren Horizont ſich nicht über den Strickſtrumpf und Kochtopf erhebt, während wir in fernen Welten einher wandeln. Kommen Sie, mögen jene ſchwächlichen Seelen irdiſchen Gelüſten fröh⸗ nen, unſrer erwartet Größres. Damit zog er mich fort.

Mir ward es immer buntſcheckiger.Aber, werth⸗ geſchätzteſter Herr Findeiſen, ſprach ich zähnklappernd, ich verſtehe Sie wirklich nicht. 2

Wie, rief mein Führer, wie aus den Wolken gefallen, und ließ meinen Arm los,iſt's möglich? Sie, ein Gelehrter, ein Candidatus, der direct pon