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Als wir ſo an der ſchönen Saat dahin gingen, ſagte ſie ſanft:„Er hat mich errathen und hat mich belohnt. Sie leben ſehr glücklich. Sie gab ihr ganzes zärtliches Herz hin, und liebt ihn unermeßlich. Er liebt ſie auch, und ſchont und ehrt und achtet ſie. Ich habe es gewußt, daß Alfred ſo handeln werde. Er horcht auf ihre ſchönen Töne, wenn ſie ihr Gefühl ausſpricht, und ſie wird bei ihm tüchtiger thätiger und an den Wirthſchaftsſorgen theilnahmsvoller. Sie werden ſehen, wenn wir hinab kommen, wie geſund ſie iſt. Sie ahnt von dem Zuſammenhange nichts. Auch hier Oben weiß man nichts, wenn es nicht etwa der Vater iſt, der Alles erkennt.“
Maria hatte keinen Reid, als ſie dieſes ſprach, ſondern die reinſte Freude ſtrahlte aus ihren Augen.
„Ich habe mir hier etwas anderes zuſammengerichtet,“ ſagte ſie leiſe,„ſehen Sie, da iſt Weizen, da iſt Gerſte, da iſt Korn.“
Bei dieſen Worten führte ſie mich auch gegen ein kleines gemauertes Gebäude, das an einen Gartenſchoppen angebaut war. In dem Gebäude ſtanden zwei jener ſchönen glatten Gebirgsochſen, wie man ſie in der Ge⸗ gend zuweilen trifft.
„Ich habe ſie mir angeſchafft, daß ſie meine Feldarbeit verrichten,“ ſagte ſie.
Von dem Neubruche der Felder gingen wir in die Hallthäler, wo ſie mir eine kleine Alpenwirthſchaft zeigte, die ſie auf den grünen Matten im Schutze der Felſen angelegt hatte.
Dann gingen wir wieder zurück.
Wir waren ganz allein gegangen. Sie ging freundlich neben mir, bückte ſich manchmal um eine Blume, ſprach mit mir, oder grüßte lieb⸗ reich einen Mann aus ihren Leuten, der uns begegnete. Man ſah dem Manne die Freude an, und wie er das Mädchen liebte und achtete.
Am nächſten Tage gingen wir Alle zu Alfred. Mit einem wahren Sturme von Freude wurden wir empfangen. Camilla konnte mir nicht genug ſagen, wie es ſie freue, daß ich da ſei. Ich aber gerieth faſt in ein Erſtaunen, wie ſie ſich geändert hatte. Eine volle klare Geſtalt ſtand vor mir, die Wangen waren dunkler, die Augen glänzender. Mit einer lieben Geſchäftigkeit ordnete ſie die Dinge des Hauſes an, die unſere Ankunft nothwendig gemacht hatte. Im Triumphe zeigte ſie mir meine Geige, die ſie bei den andern in ihrem Fache aufbewahrt hatte. Unaufgefordert


