Teil eines Werkes 
3. Band (1855)
Entstehung
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ſammen, wie es ſich eben fügen wollte und gingen Hand in Hand auf dem Gartenwege gegen das Haus. Als ſie die Mutter kommen ſah, und die rothgeweinten Augen ihrer Kinder erblickte, lächelte ſie und ließ die⸗ ſelben in die Stube treten.

Hier wurden die Gerichte aufgetragen, die Mutter legte jedem von den beiden vor, wie ſie glaubte, daß es ihnen am liebſten ſei, ſie fragte nicht, was ſie geſprochen haben, und ſo aßen die drei, wie ſie an jedem Abende in aller bisher vergangenen Zeit gegeſſen hatten.

Hanna hatte ſehr große braune Augen, die ſich während dem Eſſen jeden Augenblick vhne Anlaß mit Thränen füllen wollten.

Als man fertig war, und ehe man ſich zum Schlafengehen anſchickte, mußte noch Hanna's Geſchenk herbei gebracht werden. Es war eine Brieftaſche, die mit ſchneeweißer Seide gefüttert war und ſchon das Rei⸗ ſegeld enthielt, das die Mutter hinein gelegt hatte.

Das Geld thue ich heraus, ſagte Victor,und hebe mir die Brieftaſche auf.

Nein, nein, ſagte die Mutter,das Geld laſſe drinnen; ſiehſt Du, wie ſchön die gedruckten feinen Papiere in der weißen Seide ruhen. Nebſt andern Dingen muß Dich Hanna auch immer mit Brieftaſchen verſehen.

Ich werde ſehr darauf Acht haben, antwortete Victor.

Die Mutter ſchloß nun mit dem winzig kleinen Schlüſſelchen das Fach der Brieftaſche zu, in welchem das Geld war, und zeigte ihm, wie man das Schlüſſelchen berge.

Hierauf trieb ſie zum Schlafengehen.

Laſſe das, laſſe das, ſagte ſie, als ſie Victor anmerkte, daß er für das Reiſegeld danken wolle,gehet nun zu Bette. Um fünf Uhr des Morgens mußt Du ſchon auf den Bergen ſein, Victor. Ich habe ge⸗ ſorgt, daß uns der Knecht bei rechter Zeit wecke, wenn ich mich etwa ſel⸗ ber verſchlafen ſollte. Du mußt noch ein recht gutes Frühmahl einneh⸗ men, ehe Du fort gehſt. So, Kinder, gute Nacht, ſchlafet wohl.

Sie hatte während dieſer Worte, wie ſie es jeden Abend that, zwei Kerzen für die Kinder angezündet, jedes nahm die ſeine von dem Tiſche, wünſchte der Mutter eine ehrerbietige gute Nacht, und begab ſich auf ſeine Stube.

Victor konnte noch nicht ſein Lager ſuchen. Die vielen unordentli⸗

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