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ſein. Victor redete wenig, und verſprach alles genau zu befolgen, was ihm der Vormund anrieth und einprägte. Den Brief, den er ihm an den Oheim mit gab, zu welchem Victor nun unmittelbar und zwar auf die ausdrückliche ſonderbare und etwas eigenfinnige Forderung des Oheims ſelbſt zu Fuße zum Beſuche kommen mußte, verſprach er recht gut aufzu⸗ bewahren, und ſogleich bei der Ankunft abzugeben.
Als es gegen Abend ging, machten ſich die Stadtbewohner auf den Heimweg. Sie ließen ihren Wagen, der in dem Gaſthauſe gehalten hatte, in dem engeren Thale bis zu ſeiner Mündung in das weitere vor⸗ ausgehen, und wurden von ihrer Wirthin und Victor und Hanna be⸗ gleitet.
„Lebt wohl, Frau Ludmilla,“ ſagte der Vormund, als er in den Wagen ſtieg,„lebe wohl, Victor, und befolge alles, was ich Dir ge⸗ ſagt habe.“
Als er in den Wagen geſtiegen war, als Victor noch einmal gedankt und man ſich allſeitig empfohlen hatte, flogen die Pferde davon.
Es war heute ſchon zu ſpät, daß Victor noch weit in den Wald hinauf gegangen wäre. Er blieb zu Hauſe, ſah verſchiedene Dinge in dem Garten an, und unterſuchte noch einmal alle Habe, die er in ſein Ränzchen gepackt hatte.
Kbſchied.
Der andere Tag, der letzte, den Victor in dieſem Hauſe zuzubringen hatte, brachte nichts Ungewöhnliches. Man packte noch manches, man ordnete das ſchon Geordnete noch einmal, man that, wie es in ſolchen Fällen ſehr gewöhnlich iſt, gegen einander, als ſollte gar nichts vorfallen, und ſo war der Vormittag bald vorüber.
Nach dem Mittagseſſen, als man kaum aufgeſtanden war, ging Victor ſchon an dem Bache durch die Gegend hinauf, und wandelte für ſich allein dem Buchengewände und deſſen Steinhängen zu.


