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Dieſe Dinge hatte mir Gömör über den Major und Brigitta ge⸗ ſagt, und ich kam noch ein paar Male mit Guſtav, ihrem Sohne, bei Gelegenheit eines Beſuches, den wir bei Nachbarn machten, zuſammen, ehe der Tag erſchien, der beſtimmt war, daß wir zu ſeiner Mutter hin⸗ über reiten ſollten.
Am Vorabende dieſes Tages, da ſchon das tauſendſtimmige Zirpen der abendlichen Haidegrillen in meine ſchlaftrunkenen Ohren fiel, dachte ich noch an ſie. Dann träumte mir allerlei von ihr, vorzüglich kam ich von dem Traume nicht los, daß ich auf der Haide vor der ſeltſamen Rei⸗ terin ſtehe, die mir damals die Pferde mitgegeben hatte, daß ſie mich mit ſchönen Augen banne, daß ich immer ſtehen müſſe, daß ich keinen Fuß heben könne, und daß ich alle Tage meines Lebens nicht mehr von dem Flecke der Haide weg zu kommen vermöge. Dann ſchlief ich feſt ein, er⸗ wachte des andern Tages friſch und geſtärkt, die Pferde wurden vorge⸗ führt, und ich freute mich, nun die auch von Angeſicht zu Angeſicht zu ſehen, die heute ſo vielfach in Traume bei mir geweſen war.
3. Steppenvergangenheit.
Ehe ich entwickle, wie wir nach Maroshely gerittten ſind, wie ich Brigitta kennen gelernt habe, und wie ich noch recht oft auf ihrem Gute geweſen bin, iſt es nöthig, daß ich einen Theil ihres früheren Lebens er⸗ zähle, ohne den das Folgende nicht verſtändlich wäre. Wie ich zu ſo tief gehender Kenntniß der Zuſtände, die hier geſchildert werden, gelangen konnte, wird ſich aus meinen Verhältniſſen zu dem Major und zu Bri⸗ gitta ergeben, und am Ende dieſer Geſchichte von ſelbſt klar werden, ohne daß ich nöthig hätte, vor der Zeit zu enthüllen, was ich auch nicht vor der Zeit, ſondern durch die natürliche Entwicklung der Dinge erfuhr.
Es liegt im menſchlichen Geſchlechte das wundervolle Ding der Schönheit. Wir alle ſind gezogen von der Süßigkeit der Erſcheinung, und können nicht immer ſagen, wo das Holde liegt. Es iſt im Weltall, es iſt in einem Auge, dann iſt es wieder nicht in Zügen, die nach jeder


