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kleinſten Faden ſelber lenken und leiten, damit Du nicht zu Schaden und Irrthum kommſt.“
„Ich danke Dir,“ ſagte Heinrich,„ich wußte, daß Du gut und hülfreich biſt, darum habe ich mich Dir allein anvertraut.“
„Gut und hülfreich?“ erwiederte Robert;„die Sache iſt ja ſo un⸗ geheuer und merkwürdig, daß ich ein wahrer Tiger ſein müßte, wenn ich Dir nicht mit Händen und Füßen beiſpränge— und ich begreife nicht, wie Du ſo ruhig davon reden kannſt, wie etwa von einem Pachtvertrag, oder einem Pferdekaufe?“
„Siehe, das iſt ſo: ich trage die Sache ſchon acht Tage mit mir herum, wurde ſie gewohnt, und ſie iſt mir indeſſen völlig einleuchtend geworden.“
„Ich wollte nur, ſie wäre dem Lehenhofe auch einleuchtend,“ ſagte Robert, und dann fuhr er ſo wie aufzählend fort:„Es muß ein Tauf⸗ ſchein da ſein, ein Trauſchein, etwa ein Teſtament jenes Greiſes, Corre⸗ ſpondenzen, ein Offizierspatent oder ſo etwas,— wenn Ihr nur die Dinge nicht zerriſſen habt.—— Es dürften, ja es müſſen ſogar im Gewölbe des rothen Steines Schriften ſein, die über jenen Julius Aus⸗ kunft geben—— dann der Vertrag über den Waldkauf und Häuſerbau Deines Greiſes— der muß in einem Archive ſein. Euer Thal iſt ja lan⸗ desherrlich, nicht wahr?“
„Ich bitte Dich, ſchone mich jetzt mit dieſen Dingen,“ ſagte Hein⸗ rich;„denn ich weiß ſie nicht; aber wenn wir reiſen, werde ich Dich überall hinführen, wo Du hin verlangſt, und Dir Auskunft verſchaffen, worüber Du nur willſt.“
„Nun ich hoffe, und wünſche, und will alles Beſte für Dich,“ ant⸗ wortete Robert;„aber ich habe eine wahre Angſt, eine peinigende Angſt habe ich, wie wir das Ding durchſetzen werden.“
„Ich wieder gar keine,“ ſagte Heinrich;„entweder rollt Alles ſchön und klar wie Perlen heraus, oder ich bin ganz und gar keiner von Je⸗ nen.— Nur leid thäte mir's dann, ſehr leid um das ſchöne Schloß, daß ich nicht auf ſeinem Berge arbeiten und ſchaffen dürfte, und daß ich es nicht mit all ſeinen Schätzen und Mälern von dem Heimfalle an Verderb⸗ niß und Unheimlichkeit retten könnte.“
„Freilich wäre es auch mir ſehr angenehm,“ erwiederte Robert;„es wäre eine wahre Freude für mich, es wäre die größte meines ganzen Le⸗


