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ich theile, Du mußt ſein, wo ich bin, ja außer mu muß Dir nichts ſein: ich aber werde Dich ehren bis in's höchſte Alter, werde Dich ſchützen, wie den Schlag meines Herzens, werde Dein Geliebtes lieben, werde außer Dir nichts haben—— und wenn Eines ſtirbt, muß das Andere Trauer hegen bis zum Grabe. Anna, willſt Du das?“
„Ja, ſagt einmal, kann es denn anders ſein?“
„Freilich, wo es recht iſt, kann es ja nicht anders ſein; das andere iſt eben keine Ehe.“
„Und wohin werdet Ihr mich denn führen?—— aber ach Gott? wie wird es denn ſein können? Der Vater wird in Ewigkeit nicht ein⸗ willigen und die Mutter auch nicht.—— Ihr ſeid ſo gut, ganz lieb und gut— aber Ihr thut ja nicht, wie alle andere Männer, die ein Weib nehmen. Sie haben Haus und Hof, oder ſind, wie Thrinen's Stadtſchreiber: aber Ihr geht in den Bergen herum, ſchlagt Steine herab, bringt Blumen in's Haus.———“
„Siehe, das iſt ſo: Wie Du in Deinen Büchern lieſeſt, ſo bin ich beſtimmt, im Buche Gottes zu leſen und die Steine und die Blumen, und die Lüfte und die Sterne ſind ſeine Buchſtaben— wenn Du einmal mein Weib biſt, wirſt Du es begreifen, und ich werde es Dich lehren.“
„O, ich begreif es ſchon, und begriff es immer; das muß wunder⸗ bar ſein!“
„O, Du unbewußtes Juwel! freilich iſt es wunderbar!! unaus⸗ ſtaunlich wunderbar!! O, ich werde Dir noch Vieles, Vieles davon er⸗ zählen, wann wir erſt unveränderlich beiſammen ſind— da wirſt Du ſtaunen über die Pracht und Schönheit der Dinge, die da auf der ganzen Erde ſind.— Jetzt aber, Anna, werde ich Dir etwas Anderes ſagen, merke auf und behalte es in Deinem klugen Haupte. Es iſt das, weß⸗ halb ich Dich in den Garten bat, und was Deinen Vater und Deine Mutter betrifft. Da ich vorgeſtern Rachmittags wohl drei Meilen von hier im Schatten ſchöner Ahornen ſaß, und nachdachte, wie nun Alles werden ſolle: da fiel mir ein, daß ich nun hinausgehen, und mir Stand und Amt erwerben müſſe— ich habe Freunde, die mir helfen werden— dann werde ich kommen, und Deinem Vater das rechte Wort ſagen, daß er es über ſich vermöge, Dich mit mir zu laſſen. Es iſt wohl, aber weit von hier, ein Gärtchen und ein Haus, und kleine Felder— das iſt Alles mein; es nähret mich und die Meinen, die zu Hauſe ſind, die liebe Mut⸗


