Teil eines Werkes 
1. Band (1855)
Entstehung
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mit ſo ſchönen, und ſeid dann wieder ſo traurig geworden, daß es or⸗ dentlich ein Schmerz und eine Seligkeit war—— höret, wenn Ihr falſch ſein könntet, das wäre nun recht abſcheulich....“

„Nein, Anna, Du unſchuldsvoller Engel, ſei mir gut, ſo lange mir dieſes Leben währt; ich kann mir kein größeres Glück und keine größere Freude denken und wünſchen, als Dich. Du biſt viel beſſer als ich— und wenn Du mein Weib biſt, und wenn wir immer und immer beiſam⸗ men ſein werden, dann will ich ihnen in der Stadt zeigen—— nein, wir gehen gar nicht in eine Stadt,— unter Blumen und Bäumen will ich Dich hüten, daß Du bleibſt, wie Du biſt, Du holde, liebe Dich⸗ i

„Laßt dieſe Dinge, und hört nur“— fiel ſie ihm in die Rede.„Es war faſt närriſch, wie ſehr ich Euch gut ward— die Hühner, und die Blumen, und die Tauben halfen doch alles nichts, ich konnte die Thrine nicht vergeſſen, und ſie kam kaum jeden Sonntag heraus.— Der Vater ließ mich faſt nichts arbeiten, und ich that auch nichts im Hauſe, als unnützes Zeug, höchſtens die Küchlein füttern, weil ſie meinten, ich ſei ihre zweite Mutter, und die Blumen begießen, und dieſe Laube zimmern laſſen.—— Und wenn ich dann in meiner Kammer das Abendgebet verrichtet hatte, und der Wind in die Fenſtervorhänge blies, da war ich recht traurig.— Die Bücher, welche mir Thrine immer ſchickte—— ſagt, habt Ihr auch ſchon einmal bei einem Buche geweint?“

„Wohl, Anna, wohl.“

„Seht, ich hab' es gleich gedacht, daß Ihr das gethan habt— wie Ihr ſo die allerlei Steine in unſer Haus truget, und mit ihnen lateiniſch redetet, und wie Ihr die Blumen, wie Augen ſo ſchön, in die großen Bücher legen konntet, und ſo oft recht lange anſahet, ſo dachte ich: ſie können ihn doch nicht wieder lieben, weil ſie trotz ihrer Schönheit nur unvernünftige Dinge ſind— und wer weiß, wie weit ſeine Mutter entfernt iſt— und Ihr ſahet aus, uls müßtet Ihr gar ſo unendlich gut ſein, noch beſſer, als Thrine ſelber— und wenn ſie Euch ſchalten, daß Ihr ſo unnütze Dinge treibt, ſo dachte ich: ich weiß es ſchon, weßhalb er dieſes thut; denn die Leute hier, wiſſet Ihr, kennen die Blumen und Steine nicht— und wenn mein Vater auf die Bücher Thrinen's ſchmälte, und ſagte, es ſei lauter Rarrheit in ihnen, und wenn ich es auch ſchon