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nausſchicken und iſt Alles für Nichts. Und ſo geht's einen Tag um den andern, weil die damiſchen Herrn nicht auf⸗ paſſen und haben doch ganze Fuder voll Verordnungen draußen. Es fehlt halt an der Bildung. Freilich heißt es, geringe Schimpfereien gehören der Polizei, aber dann müſſen's an öffentlichen Orten vorfallen, verſtanden! Das weiß man jetzt ſchon bald ſeit vierzig Jahren, ſeit Menſchengedenken, aber bis es die da draußen merken, da darf ich noch fünfhundert Jahr ſo fortmachen im Schweiß des Angeſichts. Aha, ja, ja, beim Seilermeiſter in der Stuben! Iſt denn das ein öffent⸗ licher Ort, frag' ich? das weiß daheim mein kleines Linerl ſchon beſſer, iſt doch erſt fünf Jahr alt und geht noch gar nicht in die Schul, hat aber freilich mehr Verſtand. Und was nicht zu der Polizei gehört, das gehört zu der“—— aber das Wort fallt mir nicht mehr ein, das er da geſagt hat. „Wenn's da aber nicht bald einen Fried gibt mit denen Trom⸗ peten da,“ ſagt er nachher wieder,„ſo will ich mit dem Re⸗ ferenten ſchon reden, daß er eine Verordnung drüber hinaus⸗ gehen läßt, eine recht geſalzene.“
Und ſo hat er faſt lang ſo fortgeſcholten und dabei immer geſchrieben und zuletzt war ein Protokoll fertig und das hab' ich unterſchreiben müſſen.„So!“ ſagt er,„jetzt biſt ſchon abgefertigt.“
„Aber lieber gnädiger Herr!“ ſag' ich,„wie iſt's denn jetzt? iſt mir geholfen oder nicht?“
„Wie's iſt?“ ſagt er,„die ganze Geſchicht' iſt halt in den unrechten Hals gekommen und da gibt's keinen Frieden,


