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ſie uns in Gerechtigkeit und Heiligkeit vorangehen, nicht aber die Layen verkürzen und beleidigen ſollen, am wenigſten ſolche, die wie ich, Jahre lang auf dem Chore zu Lob und Preis der heiligen Dreifaltigkeit und der gebenedeiten Jungfrau Maria Trompeten geblaſen haben.
Freilich, lieber Alter, bei Dir braucht's keine Entſchuldi⸗ gung, aber wenn ich einmal in's Raiſonniren hineinkomme, ſo laſſe ich mir gerne meinen Lauf, vor Allem ſo unter vier Augen vor Deinem Angeſicht; denn ſonſt fehlt's bedeutend am mündlichen Vortrag und überhaupt wenn ich ſo einen Brief an Dich ſchreibe, komme ich mir oft viel geſcheidter vor, als ich wirklich bin.
Aber der Zorn war damals zu groß und gar lange konnte ich mich nicht beſinnen und ſo fahre ich heraus und ſage:
„O Du grimmiger Vikari, wenn Du etwa an unſere frühere Freundſchaft denken möchteſt und an des Heubauern Liſi, ſo thäteſt Du Dich vielleicht ſchämen, daß Du Deinen guten alten Kameraden jetzt ſo hinunter drücken willſt. Und wenn Du ſagſt, die alte Trompete in Es iſt gekauft, ſo biſt Du ein Lügner.“
Und ſofort ging ich zur Thüre hinaus.
Jetzt frag ich wieder, wer hat Recht? Denn daß ich den Vikari gedutzt habe, kann ſo weit nicht gefehlt ſeyn, weil er ſelber angefangen hat. Freilich hat ers vielleicht nur gethan zur Erinnerung an unſere ſchöne Jugendzeit— aber warum ſoll ich mich nicht auch erinnern? Und in der ſelbigen Zeit, wo unſer Heiland ſeine Kirche geſtiftet, haben die Leute, wie das


