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denn wenn wir uns abmalen laſſen, ſo junge Leut, das könnten ſie übel nehmen.“
Item am andern Tage ſchon habe ich Zeit gehabt und bin hinauf nach Lindenberg und habe angeſtrichen, die Thüren und die Fenſter, und nebenbei Porträt gemalt. Und wenn die Schweſter auf dem Felde war, habe ich den Bruder por⸗ trätirt und wenn der Bruder nicht Zeit hatte, die Schweſter und jetzt weißt Alles— denn meines Lebens ſchönſte Zeit war auf dem Hof zu Lindenberg. Das Bild aber wurde faſt noch ſchöner als das andere und wenn weniger Rede davon iſt, ſo kommt das daher, weil Weniger davon wiſſen. Und den Bruder habe ich ſchon dergeſtalt getroffen, daß er ſich im An⸗ fang nicht genug anſchauen konnte und von der Burgel will ich gar nichts ſagen, wie die ſo freundlich dakniet mit ihren blauen Augen und dem blonden Haar.
Das Gemälde hängt jetzt noch auf dem Hofe zu Linden⸗ berg, in derſelben Stube, wo man die ſchöne Ausſicht hat, und wenn Du einmal hinkommſt, ſo wird Dirs der Bruder ſchon zeigen. Und wie das Bild fertig geweſen, war auch die ganze Sache mit dem Bruder ſchon verabredet und bald darauf war die Hochzeit und die Burgel zieht von ihrem Berghof herunter nach Grünau. Den Bauern in der Nachbarſchaft war's frei⸗ lich nicht ganz recht, daß die Bauerntochter einen Dorfmaler heirathet, aber der Bruder ſagte, wenn ſie ihn gern hat, ſo kommt's ihm nicht auf den Stand an. Und auch ſonſt war er recht ordentlich und hat ihr Alles gethan, was er hat thun können. Und ſeit-der Zeit denk' ich auch nicht mehr an die


