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Ja, richtig, einmal war er wieder da, als er ſchon die Tonſur überſtanden hatte, und da wurden wir erſt die beſten Freunde und hatten Manches auszurichten mit den Mädchen, unſern ehemaligen Schulkamerädinnen, die mittlerweile auch groß geworden waren, doch Alles in Zucht und Ehren, wie Du mich kennſt, lieber Lorenz. Nur um des Heubauern Liſi war unſer Trachten etwas ernſthafter und ehe der halbgeweihte Lehrernazi wieder gekommen, galt ſie eigentlich für meine Liebſte, ohne zu wiſſen warum. Auch ſtand ich eines Tages oder vielmehr Abends, genau geſagt war es jedoch gegen Mitternacht— da ſtand ich draußen einen Büchſenſchuß vom Dorf an ihrem Hofe— der Mond ſchien ſo hell und die Apfelbäume blühten und der Bach rauſchte daneben— inner⸗ halb ſchlief das Liſerl und durch das offene Fenſter hörte man ganz leiſe den Zug ihres Athems— ach wenn ſich's für unſer einen ſchickte, ich würde ſagen, daß ich ganz pvetiſch geſtimmt war, bis auf einmal um das Haus der Lehrernazi kommt und wie er mich ſieht ganz weinerlich und ſchmerzhaft ſagt:„Ach Gott und hier muß ich Dich wieder finden, lieber Hanſi, wo Du doch weißt, daß ich mich zum geiſtlichen Stande beſtimmt habe, und daß mir die Freuden dieſes Lebens bald alle ver⸗ ſagt ſeyn werden und heute Abend, wo ich von dem Liſerl habe einen unſchuldigen Abſchied nehmen wollen auf ewig, da biſt Du da! Ach, wie weh mir das thut, das kann ich Dir gar nicht ſagen.“„Nun,“ ſagte ich,„hätte ich gewußt, daß dies Dein Gang iſt um dieſe Zeit, ſo wäre ich etwa auch gar nicht hergekommen.“„Ach,“ ſagte der Nazi,„Du mußt


