Buſchwaldes zu Kolchis und die Schilderung des klöſterlichen Stilllebens auf dem heiligen Berge, Arbeiten, die urſprünglich in der Allgemeinen Zeitung erſchienen und in Deutſchland zuerſt die Aufmerkſamkeit des größern Publikums auf den Mann richteten, der bisher durch ſeine Geſchichte des Kaiſer⸗ thums Trapezunt und der Halbinſel Morea nur erſt den Männern der Wiſſenſchaft empfohlen war.
Seitdem unternahm er verſchiedene kleinere Reiſen, doch auch wieder eine größere nach Wien, Venedig und Tirol, ergänzte die Fragmente aus dem Orient, die jetzt auch gedruckt wurden, und 1847 finden wir ihn ſogar wieder auf einem Zug in die Türkei. Er kam gerade recht nach Hauſe, um ins Parlament zu Frankfurt gewählt zu werden. Daß er ſpäter nach Stuttgart, nach St. Gallen ging, iſt bekannt; ſeit dem Frühling vorigen Jahres blieb er zu München wohnen, nicht ohne wiederholte Abſtecher nach Tirol, nicht ohne manche bittere Stunde, die ihm ſpäter die Ringseis'ſchen Händel zugezogen.
Durch ſeine Fragmente hat ſich Fallmerayer eine vor⸗ nehme Stelle unter den deutſchen Reiſeſchriftſtellern erworben, und doch finden ſich etliche, unter anderen auch ich, die nicht wenig Luſt haben, ihm ein reines deutſches Geblüt ungefähr mit denſelben Gründen abzuſprechen, die er einſt gegen die empfindlichen Neuhellenen gebraucht. Um Brixen herum, hart am Eiſack hinab wie an der Etſch hinauf, ſaß nämlich noch ziemlich lang ins Mittelalter herein, romaniſches Land⸗ volk, das erſt allmälig deutſche Sprache annahm. Wie der


