Geſchichtſchreiber der Halbinſel Morea ſeine Slaven an den zurückgebliebenen Ortsnamen, an Veligoſti, Glogowa und Selichowo(Wolgaſt, Glogau und Züllichau) wieder erkannte, ſo laſſen ſich auch dort noch in den deutſchen Landſchaften die romaniſchen Ortsnamen erkennen und deuten, und unter anderen ſcheint der Name Fallmerayer nicht anderswo herzu⸗ kommen, als von Valmarei, Val Mariae, Marienthal. In der That zeigt auch das Aeußere des berühmten Reiſenden, die dunkle, doch gutgefärbte Haut, die gebogene Naſe, einige Spuren ſeiner ſüdlichen Abkunft. Früher trugen zu dieſem Ausſehen noch ſchwarze Haare bei, die indeſſen die Zeit mehr oder weniger gebleicht. Von Wuchs iſt der Fragmentiſt nicht beſonders lang gerathen, dabei etwas rundlicht, obgleich er ſehr wenig Nahrung, gar keinen Wein und erſt in neuerer Zeit des Tages ein paar Gläſer Bier zu ſich nimmt. Der militäriſche Gang erinnert noch an ſeine Heldenzeiten. Sein Benehmen, das er nicht ungern auf jenes Landſchloß bei Orleans zurückführt, iſt nicht ohne Feinheit; ſein Umgang voll Milde und Freundlichkeit. Beſonders geſprächig wollen ihn jene, die ihm in den letzten zwanzig Jahren nahe ſtanden, nie gefunden haben, in neuerer Zeit redet er faſt wenig. An Wortwechſel und Streit ſelbſt über ſeine eigenen Hypotheſen nimmt er kaum je Antheil; er hat aus den türkiſchen Kaffee⸗ häuſern eine gewiſſe Gleichgültigkeit gegen dieſe erhitzende Gymnaſtik des Geiſtes mitgebracht. Nur am Schreibtiſche iſt der Fragmentiſt, wie bekannt, etwas herb und herausfordernd.
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