ſein Verhängniß feſtgeſtellt und ein Spruch gethan wurde, deſſen Folgen noch zur Stunde auf ihm laſten. Es war näm⸗ lich der große entſcheidende Tag, wo das Anweſen und die Gerechtſame ſeines Vaters dem Meiſtbietenden zugeſchlagen wurde, ein Tag der peinlichſten Aufregung für den ehrbaren Bürger, als dieſer mit funkelnden Augen und zitternd in ſeiner Seelenangſt hereintrat, den Knaben vorrief und, ihm die Hand auf den Scheitel legend, mit bebender Stimme ſagte:
„Baptiſt, du mußt ein Juriſt werden; die können die Menſchen am unglücklichſten machen. Schlag nur dem Schlingelmann nach; es ſoll auch Andern gehen, wie mir.“
Die Worte verhallten, aber der Eindruck blieb. Baptiſt, wiewohl nur aus einer Art von Blutrache zum Rechtsge⸗ lehrten beſtimmt, ſchien nie die Frage an ſich zu ſtellen, ob er auch dazu paſſe; vielmehr wollte es Manchen bedünken, als fände er jetzt ſchon in der Sicherheit über ſeinen künftigen Beruf eine gewiſſe Beruhigung, und es ſoll dem beſcheidenen Knaben ſehr gut gelaſſen haben, wenn er im Spiel mit ſeinen Altersgenoſſen, ſo oft die Lebensbahn beſprochen und die Rollen ausgetheilt wurden, während die Andern in ſich einſtige Fürſten und Herren, Generale und Seekapitäne zu ſchauen vermeinten, ſtill und ſittſam ſagte:„Ich will nichts werden als ein Juriſt.“
Baptiſt wuchs ruhig in die Höhe und wurde immer älter. Die langen Jahre des Gymnaſiums lagen glücklich hinter ihm; ſie waren mit Ehren überſtanden. Glänzende Talente wahrzunehmen, hatte er ſeinen Lehrern keine Gelegenheit
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