ſchon anerkannt iſt, uͤbergehe.
und ich es deshalb hier kurz
Auch die Physiognomik der Thiere kann Niemand leugnen, nur daß ſie ſich hier wie⸗ der auf einem ganz eigenthuͤmlichen Standpunkt wiederholt. Sie kann hier nicht auf Einzelweſen, ſondern nur auf Gattungen bezogen werden, eben weil das Thier fur ſich allein nichts iſt, und nur im Gattungsbegrif des Naturtriebes lebt. Es gibt daher keine Physiognomie eines einzelnen Hundes oder Pferdes, und alles etwa von Hun⸗ deliebhabern, engliſchen Pferdezeichnern und der⸗ gleichen Beigebrachte iſt Taͤuſchung. Aber es gibt wohl eine Hunde⸗, Katzen⸗ oder Pferde⸗Physio- gnomie äberhaupt, die völlig dem durch dieſe Gattung dargeſtellten allgemeinen Begriffe ent⸗ ſpricht, und ihn verkörpert eben nach jenen Urge⸗ ſetzen, die fuͤr Menſchen und Thiere gleich gelten. Schaut den, ſeinem Herrn zu Füßen ſitzenden Hauehund an, wie er treuherzig zu ihm hinauf⸗ blickt; ſeine Schnauze, der Blick ſeines Auges, die Wendung ſeines Halſes— allem, ſeinem gan⸗ zen Weſen und Haltung iſt das rechte Innere der Treue eingepraͤgt und aufgedruͤckt. Seht den koniglichen Löwen aus ſeinem Eiſengitter ſtolz herabblicken auf die ihn betrachtenden Menſchen, und ihr habt den Edelſtolz lebendig verkörpert. Seht die ſchnurrende Katze ihre Krallen in die Ballen zuräckziehend verſtecken, leis auftretend, mit gekrauſeltem Schwanz und langgedehnten Leibe, herbei ſchleichen, als wolle ſie durch ein Schluͤſſelloch kriechen, nnd die gruͤnen Augen ſeit⸗


