wärts drehend, mit dem heuchleriſch geſpitztem Maule ſchmunzeln— da habt ihr die Falſchheit vor euch, wie ſie leibt und lebt! Wenn das nicht ſo waͤre, woher haben denn die Menſchen ſeit der Schoͤpfung jedem Thier gleichſam ſeine beſon⸗ dre Gemuͤthsart und Weſenheit aufgedruͤckt, und warum gelten denn dieſelben Thiere zu allen Zei⸗ ten unter Dichtern und Nichtdichtern als Sinn⸗ bilder derſelben Geiſteseigenſchaften oder allgemei⸗ nen Begriffe? Das traͤgt der Menſch nicht blos von auſſen hinein, ſondern der Taube zanzes We⸗ ſen iſt wirklich Unſchuld, der Katze Falſchheit, des Fuchſes Schlauheit und ſo weiter, und eben weil es ſo iſt, muß das Weſen auch ſeine äuſſere Erſcheinung durchdringen.
Man unterſuche nur ernſthaft, und man wird bei falſchen Menſchen Aehnlichkeit mit dem Katzengeſichte finden und ſo uͤberall. Man hat einen alten Brauch und Aberglauben unterm Volke; die Leute halten ſich Kinn und Mund mit der Hand zu bis an die Naſe, und welchem Thier
das Geſicht dann ähnelt, deſſen Eigenſchaften
ſchreiben ſie dem Inhaber zu. Auf der Physio- gnomik der Thiere beruht alle Fabel- und Mähr⸗ chendichtung, wie alle Thiermahlerei, und ſie ſteht nach der menſchlichen Physiognomik am nächſten. In ihr iſt wieder das Rächſte die der Saugethiere, als der an den Menſchen graͤnzen⸗ den Ordnung. In der Physiognomik der an⸗ dern Ordnungen, ſelbſt Fiſche und Gewärm nicht susgenommen, liegt noch eine ganze Welt ver⸗ ſchloſſen, aber ich zweifle ſehr, daß es dem Men⸗
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