Teil eines Werkes 
1. und 2. Lieferung (1819)
Entstehung
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auch zu den Thieren und Pflanzen; und mir um⸗ faßt die Physiognomik, als die Kunſt, das In⸗ nere aus dem Aeußern, oder den Geiſt aus dem Körper zu vermuthen, die ganze lebendige Schdpfung. Meine Wiſſenſchaft kann wohl⸗ verſtanden! nie gewiß erkennen, ſondern nur vermuthen, oft freilich in hoͤchſter Annaͤherung an die Gewißheit; und ſie umfaßt die ganze leben⸗ dige Schöpfung, d. h. wie die Leute jetzt noch ſprechen, die ganze organiſche Welt, Menſchen, Thiere, Pflanzen. Sie iſt als echte Wiſſenſchaft vollkommen begruͤndet in der ewigen Ureinheit des Innern und Aeußern und der im Koͤrper le⸗ benden Seele eben mit ihrem Körper. Sie iſt die einzig wahre und moͤglich Erfahrungsſeelen⸗ kunde, da wir von der Seele nur wiſſen durch den Koͤrper.

Für den Menſchen iſt auch außer der Ge⸗ ſichtskunde ſchon Manches gethan worden in dieſer höhern und eigentlichen Physiognomik, die der einzige wahre Kleinkucker iſt, den wir vornehmen muͤſſen, wenn wir den Naturgeiſt erſpaͤhen und erkucken wellen. Körpergeſtalt uͤberhaupt, Art des Ganges, Eigenthuͤmlichkeit in den Bewegun⸗ gen, Geſtalt der Haͤnde und Fuͤße, beſondere Handſchrift, Manier zu eſſen, ja ſogar beim Ge⸗

ſchlecht der Weiber und Mannweiber der Anzug und deſſen Farben gehoͤren zu dieſem Aeußern⸗ das uͤberall vom Innern durchdrungen ſein muß. Daruber iſt im Einzelnen noch viel zu entdecken und nachzuholen, obgleich uͤberhaupt das Alles