Teil eines Werkes 
1. und 2. Lieferung (1819)
Entstehung
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reinen Nichts gebracht; daß etwas iſt und ſein muß, was der Schlſſel iſt, weiß er aber, und es treibt ihn eine unerklaͤrlich mächtige Sehnſucht nach dieſem unbekannten Etwas, das er nicht er⸗

faſſen kann. Wurde ihm ein dichteriſcher, den⸗

kender, erhabener Geiſt, d. h. fliegendere und reg⸗

ſamere Nerven zu Theil, ſo dringt er begeiſtert

ein in den Liebemittelpunkt des Glaubens und Wiſſens, und entfaltet ſich die Welt jugendfriſch und neu und lebendig gottlich aus dem Mittel⸗ punkt ſeiner gluͤhenden Anſchauung. Hat er aber

die bockledernen Nerven eines Alltagsmenſchen,

eines Lieflandiſchen Leibeignen oder kaſſubiſchen Bauern z. B., ſo draͤngt ihn das ewige Fluthen und Fließen, Wogen und Wallen ſeiner unbe⸗ wußten, unerkannten Sehnſucht zum fließenden, kühlenden Trank, und wenn der ſeinen faulen

Nervenhebeln zu Huͤlfe kemmt, dann wird er

wenigſtens augenblicklich ſo begeiſtert, daß er ſeine Einheit mit der Welt erkennt. Ihm gehoͤrt dann die ganze Welt, weil ſie er ſelber iſt, in ſeiner Anſchauung iſt nicht Ort noch Zeit, und er liegt unterm Tiſch wie im Bette. Seine Dichtun⸗ gen ſind oft zuſammenhängender, als manches Dich⸗ ters Gedichtlein. Der Weltweiſe und Dichter iſt in gewiſſem Sinne ſtets berauſcht, und der Trunkne iſt in gewiſſem Sinne ſtets Weltweiſer und Dichter. Man lache nur immerhin, aber man proͤſe und unterſuche, und man wird ſehen, daß

dies eins der wahrſten und ernſthafteſten Krokodil⸗

eier iſt, wenigſtens eben ſo ernſthaft als das jeßt

»folgende.