hen Erdenluft uͤberall wund graͤtzte und jufge⸗ ſprungene Herz nun ploͤtzlich in all ſeinen Wun⸗ den Himmelsbalſam rieſeln fuͤhlt, und wie die Seele des Mannes herausſpringen moͤchte vor verjungter Lebenshofnuttg und GOttvertrauen aus dem ſchwimmenden, halb erhobenen Auge! O das iſt noch das Gloͤck der Menſchheit, daß ein einzi⸗ ger warmer Sonnenblick all die rauhen Sturm⸗ und Regentage, und eine einzige wonnige Minute all die Schreckens-Ewigkeiten des Leidens wieder aufwiegen und erſetzen kann. Ach Manche legen ſich auch wohl ins Grab, denen gar wenig ſol⸗ cher Sonnenblicke beſchieden waren, denen die ein⸗ zige Wonneminute doch faſt weggeſchwemmt wurde von den Leidensthraͤnen. Aber eine einzige Mi⸗ nute war gewiß jeder Menſch hier ſelig, und dieſe Minute nimmt er als Berechtigungs-Brief und Einlaßmarke mit hinuͤber an die Thore der ewigen Hallen, hinter denen der ganze Erden⸗ ſchmerz zerſtiebt in Vergeſſenheit. Vielleicht war dies hier des armen Mannes einziger Sonnen— blick, der ihn dereinſt aus der langen Nacht in den Tag leiten ſoll. Horch, wie ſeine Lippen kaum hörbar hervorſtoßen den einzigen Laut— Gott!— In dieſem Augenblicke ſpricht Gott durch ihn nur ſich ſelber aus, und waͤre des Man⸗ nes Seele bis hieher vergaͤnglich geweſen, von nun an muß ſie ewig leben, denn er hat nun eine Einlaßmarke vorzuweiſen an den ewigen Hal⸗ len. Da geht der Menſchenfreund ſtill und un⸗ bemerkt fort, ſich des geretteten Dank entziehend; aber in ſeinem Herzen ertont gewiß der reinſte Widerhall des erquickten Herzens, und er fuͤhlet
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