Teil eines Werkes 
4. Band (1900) Ritter und Eremit
Entstehung
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Im großen Saale der Burg ſaß indeß Clotilde noch immer traurig und mit Thränen in den Au⸗ gen, ohne der liebkoſenden Huldigungen und der flehenden Haltung des ſchwarzen Ritters zu achten.

Mein Sohn, ſagte dagegen der blinde Kö⸗ nig, indem er des Ritters Hand an ſein Herz drückte,ich habe mein Verſprechen nicht vergeſſen,

und morgen wird die Capelle von Caſin⸗Grandes

Euere Schwüre vernehmen.

Clotilde erbebte bei dieſen Worten, und ihre Thränen floſſen noch reichlicher über ihre erbleich⸗ ten Wangen.

Da neigte ſich der ſchwarze Ritter zu ihr ſagte leiſe in ihr Ohr:

So werde ich Euch alſo unglücklich machen!

Die Prinzeſſin antwortete nicht, weinte nur noch mehr.

Johann II. war der Einzige, dem dieſe weh⸗ müthige Scene entging, während alle Uebrigen tief von derſelben ergriffen wurden.

Der unbekannte Greis ſchien von Allen der

Gleichgültigſte zu ſein. Er betrachtete die Mauern des Schloſſes, die Wände des Saales, die Geräthe