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Wangen ihres Vaters fließen ließ. Die Miniſter, der unbekannte Greis, der Graf von Foix und die vornehmſten der anweſenden Ritter umſtanden ge⸗ rührt dieſe Gruppe.
Nach dieſem erſten Augenblick der Freude er⸗ griff der ſchwarze Ritter die Hand ſeiner Verlob⸗ ten, um ſie nach dem großen Saale der Burg zu führen, welcher eiligſt von einigen Kriegsknechten geſäubert war.
Der Graf von Foix reichte dem blinden Mo⸗ narchen ſeinen Arm, um ihn der Prinzeſſin nach⸗ zuführen.
Vor dieſe hohe Verſammlung wurde nun Michel Angelo geführt; man hielt Gericht über ihn und verdammte ihn einſtimmig zum Galgen.
„Thut wenigſtens Buße!“ ſagte Moneſtan mit mildem, eindringendem Ausdruck.
„Ich habe Abſolution,“ entgegnete der Vene⸗ tianer lächelnd;„ich wußte es ja vorher, daß ich in der Luft mein Leben beenden würde, wenn ich auch mein Ende nicht für ſo nahe hielt. Alſo nun— gute Nacht Leben!— auf baldiges Wiederſehen!“


