Teil eines Werkes 
4. Band (1900) Ritter und Eremit
Entstehung
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fern von dem Degen, mit welchem der Italiener wüthend um ſich hieb und ſtach.

Clotilde war dagegen durch die ſteinerne Bank geſchützt, welche Michel für einen Theil der Mauer hielt und folglich nicht daran dachte, Unterſuchun⸗ gen über dieſelbe hinaus anzuſtellen.

Immer wüthender wurde der Italiener, wäh⸗ rend der König Ermattung zu fühlen begann und daher dem Kampfe ein Ende zu machen beſchloß. Er ſtürzte ſich auf ſeinen Feind, wandte alle Kräfte auf, die ihm das Alter übrig gelaſſen, und drückte ihn gegen die Wand, indem er vief:

Clotilde, meine Tochter, rette Dich! es iſt jetzt Zeit dazu!

Die Prinzeſſin raffte ſich empor und eilte in den unterirdiſchen Gang hinaus, indem ſie laut nach Hilfe rief.

Nicht lange vermochte der greiſe König ſeinen Aufwand an Kraft auszuhalten. Michel Angelo warf ihn zu Boden, ſtieß ſeinen Degen durch den Körper deſſelben und ſagte dabei:

Das war Einer!

Dann eilte er mit erhobenem Dolche Clotilden