Teil eines Werkes 
4. Band (1900) Ritter und Eremit
Entstehung
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ſein Loos, legte Clotilde zwiſchen die ſteinerne Bank und die Felſenwand auf die Erde und em⸗ pfahl ſich ſelbſt dem Schutze der Vorſehung.

Mit dem Degen in der einen, dem Dolch in der andern Hand trat Michel Angelo ein.

Aber ſchwarze Nacht herrſchte in dem Verließe und kein Athemzug ſchlug an das Ohr des Meu⸗ chelmörders.

Vergebens ſtrengte Michel ſeine Augen an; es war keine Möglichkeit, das grauſige Dunkel zu durchblicken.

Von der Thür aus, die er nicht zu verlaſſen wagte, ſtieß er mit ſeinem Degen nach allen Sei⸗ ten, ob er nicht den König finden und treffen möchte.

Dieſe Verſuche dauerten einige Minuten.

Als aber der Teufel in Menſchengeſtalt hörte, wie unter den heftigen Hieben mit den Streitärten die Hauptpforte in Trümmer zerflog, da trat er vollends in das Gefängniß und zog die Thür deſ⸗ ſelben hinter ſich zu.

Johann II. hatte indeß das feine Gefühl der Blinden und ein geübtes Gehör; daher war er bei dieſem Kampfe im Dunkeln im Vortheil und ſtets