Eine Pulsader ward zerriſſen und das Blut ſpritzte in hohen Bergen hervor.
Sterbend ſank der Ungläubige nieder, während Niemand es wagte, ſich zu nähern, um die Wü⸗ thende von ihm hinwegzureißen.
Indeß Alle von ſtummem“ Entſetzen gelähmt waren, ergriff Marie den Dolch ihres Opfers, durchbohrte die Bruſt deſſelben, bahnte ſich dann mit ihrer blutigen Hand einen Weg in die geöff⸗ nete Bruſthöhle und riß das noch zuckende Hers aus derſelben.
Sie zeigte es mit einer faſt unſchuldigen Freude und ſchüttelte es mit einer Bewegung, welche den Wahnſinn der Rache und der mütterlichen Liebe ausdrückte; dann ſprang ſie hoch empor und ſtieß kurze, unverſtändliche Laute aus.
Ihr aufgelöſtes Haar, ihre unſtäten Blicke, ihre Zuckungen, das Blut, welches ihre in Unord⸗ nung gerathene Kleidung beſchmutzte, das Alles gab ihr das Ausſehen einer hölliſchen Furie.
Ein Schauder ergriff alle Anweſenden, nur nicht den Venetianer, welcher lächelnd das Herz des Ungläubigen aus der Hand der Wahn⸗


