„Mein Sohn! mein Sohn!— ich habe Dich wieder!— Mein Johann!“
Sie bedeckte den Wiedergefundenen mit ihren Küſſen, und auch Johann Staub küßte unter Freu⸗ denthränen ſeine Mutter.
„Ich habe meinen Wohlthäter gerettet!“ rief er aus,„und meine Mutter nochmals wiederge⸗ ſehen! Was konnte ich mehr verlangen?“
Marie aber wiederholte unaufhörlich:
„Mein Sohn!— mein Sohn!“
Während die meiſten Anweſenden von tiefer Rührung ergriffen waren, erhob ſich der Ungläu⸗ bige zürnend von ſeinem Sitze und gebot:
„Man befreie mich von dieſem Geſchrei und führe ihn hinweg!“
Marie ſagte kein Wort, aber ſie wurde zu ei⸗ nem Tiegerweibchen, welchem man ſein einziges Junges rauben will.
Mit der Schnelligkeit eines Pfeiles ſtürzte ſie ſich auf den Ungläubigen, ſchlug ihre langen ge⸗ krümmten Nägel in ſeinen Hals und zerfleiſchte denſelben in furchtbarer Weiſe.


