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Lange blickte er hinüber und ſie herüber. Dann vermochte Clotilde nicht länger zu ſchweigen und ſagte:
„O Nephthaly! Himmel und Erde können einander nicht ferner ſtehen, als wir einander ſtehen.“
„Ich weiß das, aber ein einziger Eurer Blicke iſt von größerer Gewalt, als das Schickſal ſein kann.“
„Was könnt Ihr hoffen?“
„Iſt nicht mein Leben ein Verbrechen?— und iſt es nicht ein noch größeres Verbrechen, daß ich noch zu hoffen wage?“
„Ihr ſeid nicht der einzige tani Theil.“
Kaum hatte Clotilde dieſe letzten Worte aus⸗ geſprochen, als ſie, von jähem Schreck ergriffen, erbleichte.
Es war ihr, als hätte ſie mit diefen aus dem tiefſten Grunde ihres Herzens emporgequollenen Worten den Glauben ihrer Väter abgeſchworen.
Raſch warf ſie, von furchtbarer Angſt ergriffen, das Fenſter zu und zog ſorgſam den Vorhang vor.
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