froft durchbebt, indem ſie bedachte, daß ihr ſchöner Jude vor Schmerz ſterben würde, wenn er erführe, daß ſie die Gattin eines Andern geworden ſei.
Sie kehrte wehmüthig an ihren Platz zurück, und auch der ſchwarze Ritter verſank wieder in ſeine frühere ſchwermüthige Haltung.
Nachdem einige Zeit Schweigen an der Tafel geherrſcht hatte, wandte ſich der Biſchof an den Ungläubigen mit der Frage:
„In welchem Lande habt Ihr Waffenthaten
verrichtet?“
„Nur in Frankreich,“ antwortete Enguerry.
„Ich kenne kein ſchöneres Handwerk, als das⸗ jenige des Kriegers,“ fuhr Hilarion fort.
„Ach ja!“ verſetzte Moneſtan mit wehmüthigem Seufzer,„der Krieg verheert die Länder und ſaugt dem armen Volke das Mark aus den Knochen; der Krieg ſührt den Sohn aus dem Vaterhauſe und reißt den Gatten aus dem Kreiſe ſeiner Familie, damit er auf fremdem Boden Menſchen morde, die ihm nie etwas thaten, oder damit er von ihnen ſich tödten laſſe; der Krieg iſt der furchtbarſte Hohn auf das Ehriſtenthum, iſt eine Erfindung des Sa⸗


