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ſtümmelten Leichen bedeckt, und noch war
der Sieg ungewiß, und in beiden Heeren nicht ein Funke des Muthes erloſchen. Auf den wüthendſten Angriff folgte ſtets der be⸗ herzteſte Widerſtand. Gegen Abend aber
verwirrten ſich die Reihen des Heeres des
Chalifen. Nun ſtürzten ſich Bahcam und Ahmed mit ihren Kriegern, wie Adler auf ihre Beute, in den Rücken der bagdadiſchen Kämpfer. Dadurch geriethen dieſe in die größte Unordnung. Der bedeutendſte Theil von ihnen ergriff die Flucht. Deſſenunge⸗ achtet widerſetzte ſich der Chalife noch einige Zeit den herandringenden Siegern. Darüber wurde er aber gefangen, was das Ende der Schlacht beſchleunigte.
Sobald die Aſſaſſinen Moſtarſchedbillah Abu Manßur Faſl in der Gewalt Meſſud's
wußten, zogen ſie ſich zurück; denn für den
Augenblick hatten ſie ihre Abſicht erreicht. Meſſud wandte ſich nun gegen Maragha; der gefangene Chalife mußte ihm folgen. In einiger Entfernung zogen ihm die Aſſaſ⸗ ſinen nach. Als ihr Großmeiſter aber er⸗ fuhr, daß der Chalife mit dem Sultane ei⸗ nen Vergleich abgeſchloſſen, ſo erhielten


