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ſchickte Momente zu ergreifen, bald dieſem, bald dem andern Heere zu ſchaden; denn auch mit Meſſud lebte er in Fehde.
Nicht ohne Mismuth empfing Bahcam dieſen Auftrag, der ihn aus einem rechtlichen Kampfe zu einem heimtückiſchen Auflauern rief. Und nicht ohne Mis⸗ muth eilte er zu deſſen Vollziehung. Bald ſtieß er auf feindliche Schaa⸗ ren. Mehrere kleine Gefechte fielen vor. Er kämpfte mit der höchſten Tapferkeit, auch ſiegte er wo er erſchien. Froh wurde er aber nicht darüber, und nicht zer⸗ theilten ſich die trüben Wolken ſeiner Stirne.
Nach manchen Neckereien kam es endlich zu einer Schlacht zwiſchen dem Heere des Chalifen und jenem der Seldſchugiden. Die Streitmacht der Aſſaſſinen ſtand dem Schlacht⸗ felde ziemlich nahe, verhielt ſich aber bis zu des Kampfes Entſcheidung völlig ruhig. Schon lagen viele tauſend Seldſchugiden unter den Füßen der Reiter von Bagdad. Aber eben ſo viele tauſend Schädel der Krieger des Chalifen waren in den Staub getreten, der Kampſfplatz mit zahlloſen ver⸗
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