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Bahcam und Ahmed von dieſem, da er durch dieſen Vergleich ſich in ſeinen Erwartungen betrogen ſah, den Auftrag: des Sultans Heer zu überfallen, und den Chalifen zu ermorden. Ahmed jubelte darüber. Bah⸗ cam aber rüſtete ſich ſchweigend und mit Widerwillen zu deſſen Ausführung.— Der Zufall war dem Willen Kiabuſurgomid's günſtig. Meſſud hatte ſich mit einem gro⸗ ßen Theile ſeines Heeres aus ſeinem Lager, das zwei Faraſangen von Maragha ſtand, entfernt. Seine Abweſenheit benutzend, über⸗ ſielen die Aſſaſſinen das Lager. Ein bluti⸗ ges Gefecht begann. Mit Hyänengrimme
wurde der Chalife niedergeſtoßen, und wäh⸗
rend der fürchterlichſte Kampf wüthete, hat⸗ ten einige Eingeweihten nach Zeit, ſeinen Körper auf die abſcheulichſte Weiſe zu ver⸗ ſtümmeln.
Nachdem Ahmed und Bahcam ſich von des Chalifen Tode überzeugt hatten, ſuchten ſie ihre Macht wieder zu ſammeln, um ſich dann zurückzuziehen, da ihr Auftrag vollzo⸗ gen war. Allein dies war nicht möglich. Die wildeſte Schlachtluſt hatte ihre Krieger ergriffen, ſo daß dieſe nicht mehr auf ihre


