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Auch für ein ſchönes Denkmal ſorgte ſie, und den Lorbeer, den ſie ihm einſt verſprochen, und
die Thränen kindlicher Liebe fehlten ſeinem blu⸗
mengeſchmückten Grabe nicht.
Als ſie den Lorbeer um das eben fertiggewor⸗ dene Denkmal ſchlang, ſagte ſie leiſe vor ſich hin:
„So, jetzt iſt Alles erfüllt, was ich eigentlich noch zu erfüllen hatte. Was habe ich noch zu thun? — Ohne meine Liebe zu dir, Edgar, hätte mein Leben gar keinen Werth mehr; drum will ich ſie treu bewahren und deiner in Liebe gedenken, bis ich hier neben ihm ruhe.— Ja— und auch dann noch, drüben bei Manuela.— Sie ſenkte das bleiche Haupt an die Urne, die der Lorbeer umſchlang, und ſie weinte lange und ſchmerzlich. Es dämmerte ſchon und noch immer verweilte ſie auf dem Grabe. Da kamen raſche Schritte durch den Garten und eine ſchlanke Geſtalt wurde zwiſchen den blühenden Geſträuchen ſichtbar.
Ein freudiger Ausruf drang an Wilhelmi⸗ nens Ohr— ſie lag an Edgars Bruſt und jedes Wort verſtummte in einem langen, ſeligen Kuſſe.—
Er konnte nicht früher zu ihr kommen, und wie es zwiſchen ihnen werden ſollte, wollte er ihr
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