Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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nender Weiſe, daß ſie keine Abneigung gegen ihn empfand, doch auch eben ſo wenig Liebe für ihn in ihrem Herzen erwachte. Das Einzige, was freund⸗ licher auf ſie einwirkte, war, daß Edgar ihr gleich⸗ ſam dadurch näher gerückt wurde. Die Liebe zu ihm ging aus all' dieſen Wirren und dieſem Schmerz als ein nicht mehr zu erlöſchendes Ge⸗

fühl hervor, das von ſeinem erſten Kuſſe an in

ſie eingezogen war und, ihr ſelbſt verborgen, da⸗ rin fortlebte, bis ihr gegenſeitiges Näherkommen ſein volles Verſtändniß ihr brachte.

Als ſie ſich deſſen in ihrer Einſamkeit ganz bewußt wurde, gab ſie ſich auch keine Mühe mehr, dieſe mächtige Empfindung zu verdrängen, und ohne irgend eine ſchönere Hoffnung daran zu knüpfen, bewahrte ſie dieſelbe als ihr höchſtes Gut, als das einzige Glück, welches ihr geblieben.

Nachdem es wieder allenthalben ruhiger ge⸗ worden, mahnte ſie Pauli, in die Kunſtwelt zurück⸗ zukehren, doch ſie ſchüttelte das Haupt und ſagte:

Wir ſind Beide indeſſen zu alt dafür ge⸗ worden, guter Vater. Ich denke, wir bleiben hier zuſammen und ſterbe ich vor dir, pflanzeſt du mir Blumen auf mein Grab, ich dagegen ver⸗

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