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freies und auch ein ſchönes Leben. Seit ihr Name als Künſtlerin höher ſteht, und der Ruhm ihn ſchützt, iſt das Geſchwiſterpaar überall mit Auszeichnung aufgenommen, wo es erſcheint.
Doch kehren wir zu der viel minder glück⸗ lichen Künſtlerin zurück, die im höchſten Lebens⸗ ſchmerz der Kunſt entſagte und von da an in dem abgelegenen Haus in der Schweiz mit ihrem alten Freunde lebte.
Lorenzo und Ella hatten ſie verlaſſen, nach⸗ dem ſie wieder geneſen war, bis auf eine tiefe Wehmuth, die immer unheilbarer zu werden drohte.
Was ihr Ella Alles endeckte, erſchütterte ſie weniger, als jene befürchtet hatte. Sie gab gerne eine Familie auf, die ſie nie geliebt, und Lorenzo war ihr jetzt noch theurer geworden, als er es früher geweſeß, obſchon ſie ſeiner immer wärmer, als der Andern, gedacht. Das Einzige, was ſie tiefer berührte, war: in der Priorin ihre Mutter zu fin⸗ den, mit ihrem Andenken verwob ſich zu ſchmerzlich Manuela's bleiche Geſtalt, um einen wohlthuenden Eindruck auf ihr Herz zu machen.— Was Ella ihr von ihrem Vater mittheilte, geſchah in ſo ſcho⸗
Stein, Die Braut im Kloſter. III. 13 4


