Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

187 weil er den höheren Geſetzen Gottes, der den Menſchen zu einem thätigen Antheil an allen Lebensverhältniſſen beſtimmt, nicht zur Einſamkeit in einem abgeſchloſſenen Hauſe, widerſtrebt. Es mögen Zeiten geweſen ſein, in denen ſich dies

rechtfertigen ließ, dieſe aber ſind längſt dahin, un⸗

ſere helleren Tage bedürfen deſſen nicht mehr

ihnen gehört der freie Blick in das Leben. So ſpricht der Erbe von Bardenberg, jetzt,

wo auch ſeiner Macht der Einſturz droht?

Das gegründete Recht wird zu allen Zeiten

bleiben, auch aus einer Revolution wieder hervor⸗

gehen. So glaube ich es wenigſtens und hoffe,

daß der Stammſitz meines Geſchlechtes nicht in

Trümmer fällt, und nur ein neuer und ein hel⸗ lerer Bau ſich darüber erheben wird.

Mögen ſie ſich nicht täuſchen, Graf, und nicht alles Längſtbeſtehende ein Raub der Nepzeit werden, die ſo keck ſelbſt in das Heiligſte einzu⸗ dringen wagt.

Vielleicht ſehen wir uns einſt wieder, und ſie ſollen mir über dem Grabe dieſes holden Kindes dann ſagen

Nein nein unterbrach ihn die Priorin