Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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hinab. Er war recht ſchön geordnet, und viele bunte Herbſtblumen blühten noch darin; doch ſchon bedeckten vergilbte Blätter die Wege, Bäume und Buſchwerk ſahen entleert aus und trauernd, und Edgar fragte ſich zweifelnd:Hier ſollte eine duftende Frühlingsblume, ſo wie mein Herz ſie begehrt, mir erblühen?

Leiſe Tritte nahten durch den Gang. Die Priorin und der Pater erhoben ſich zu gleicher Zeit. Edgar wandte ſich um, das Auge durch⸗ bohrend auf die Thüre geheftet. Doch wie ſie ſich langſam aufthat, ſchlug er es nieder, es war ihm, er dürfe ſo nicht den Blick auf die Ein⸗ tretende richten, und ſein Herz pochte in bangeren Schlägen.

Die ſchwermüthige Gräfin, unruhig und mit verſtörteren Blicken als ſonſt, trat zuerſt ein Manuela folgte ſtiller und langſamer nach, das Auge zu Boden geſchlagen, die Hände um den Roſen⸗ kranz gefaltet und andächtig auf die Bruſt gelegt.

Die Priorin und Eugenius gingen begrüßend auf ſie zu, und jetzt erhob auch Edgar ſein Auge wieder: es fand die erblaßte Braut, und ſprachlos ſtand er da.