Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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Die Priorin nahm Manuela's Hand und führte ſie Edgar einige Schritte entgegen, indem ſie ſagte:

Der Graf von Bardenberg will mit dir ſprechen, mein Kind; hier iſt er.

Manvela erhob zögernd das Auge es fand Edgars Blick und wie ein Hauch der Frühlingsmorgenröthe zog es über ihr zartes Antlitz, und ſein ſtaunendes Erſtarren löſte ſich in den leiſen Freudenlaut auf:

Sie, ſie iſt es wirklich!

Dann zu der Priorin gewendet ſprach er noch immer ſtaunend:

Das iſt Gräfin Aline, meine Verlobte!

Wir nennen ſie Manuela; erwiderte ſie. Laſſen wir ihr dieſen Namen, damit das arme Kind nicht noch verwirrter werde, als es ſeine Lage ſchon mit ſich bringt. Herr Graf, es iſt doch recht grauſam, recht hart von ihnen, ein zweifelhaftes Recht ſo zu mißbrauchen.

Edgar vernahm dieſen Vorwurf kaum. Ma⸗ nuela's Auge ſuchend, das ſie wieder nieder⸗ geſchlagen, ſagte er zu ihrer Mutter, die eben herzutrat und ſie krampfhaft anfaßte: