Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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nen ſein Herz erweichen, daß der ſtolze Wille ihm unterliegt. Verſtehſt du, Manuela?

Wenn es ſo geſchieht erwiderte 3 mit kindlicher Gewiſſenhaftigkeitbin ich aber doch 6 die Urſache ſeines Rücktritts

Die Priorin, etwas überraſcht von dem 3 Scharfſinn des unerfahrenen Kloſterkindes, ſah Manuela einen Augenblick forſchend an, und eine unerklärbare Aehnlichkeit mit Wilhelmine fiel ihr plötzlich in dem zarten Geſichte auf, und mit ſtrengerem Tone ſagte ſie:

Gehorche, und frage nicht. Jeder Zweifel iſt ſchwere Sünde, wo höhere Einſicht uns leitet. Verſtehe darum wohl, was ich dir ſagte: du darfſt den Grafen nicht laſſen, bis du ſein Verſprechen erhalten, daß er es iſt, der deine Verpflichtung löſt. Sie iſt eine ſündhafte und falſche und ge⸗

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hört der Welt mit ihren eitlen Gedanken an, darum jeder Weg geheiligt, der dich davon befreit. Führſt du es gut zu Ende, gehörſt du uns für immer an, und das fromme Gelübde deiner Mutter er⸗ fült ſich, die in Verzweiflung enden müßte, wenn 1

es anders käme. Denn eine ſchwere Schuld frühe⸗ rer Zeit ſoll dadurch geſühnt werden, du, ihr