Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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17 Kind, der Engel ſein, der ihr und deinem Va⸗ ter den Weg zum Himmel bahnt.

Meine Mutter iſt unglücklich! ſprach Ma⸗ nuela ſchmerzlich.O warum blieb ſie mir ſo lange'fern, ich hätte ſie mit meiner Liebe tröſten beruhigen, hätte mit ihr beten können.

Sie mußte bis jetzt die Qual ihres Lebens allein tragen. Forſche nicht weiter nach. Spä⸗ ter, wenn du uns ganz angehörſt und erſt älter geworden biſt, ſollſt du Alles erfahren. Jetzt denke nur daran, dich dem Gelübde deiner Mut⸗ ter zu erhalten.

Gelübde ſind heilig, ſind unantaſtbar ſprach Manuela mehr zu ſich ſelbſt, als zu der Priorin, und fuhr ebenſo fort:Sünde iſt, es nur anders zu denken. Dann etwas haſtig der Priorin Hand faſſend, flehte ſie:

Kannſt du denn nicht an meiner Statt mit

dem fremden Manne reden, der ſo ſündhaft iſt,

in dieſes heilige Haus einzudringen, um ein from⸗ mes Gelübde zu brechen?

Du ſelbſt, du allein nur kannſt das Schwere vollbringen, und du wirſt es, dafür bürgt dein frommes, demüthiges Herz. Doch ſei wohl auf

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Stein, Die Braut im Kloſter. III.

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