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„Nein, ſie kommt zu dir. Beſinne dich, ihr Gelübde weihte dich dem Kloſter.“
„Sie kommt zu mir— bald— o ſprich—
wie mich das beglückt. Wilhelmine fragte auch
einmal nach meiner Mutter, da meinte ich aber,
ſie müſſe längſt geſtorben ſein, weil ſie nicht zu mir komme.— Nun iſt es doch anders und ich werde ſie ſehen. So ſagteſt du doch?“ „Morgen ſchon, Manuela, kommt ſie zu dir.“ „Morgen ſchon— ach, meine Mutter, meine Mutter!“ „Gieb dich nicht zu großer Freude hin, denn mit ihr naht auch der Mann, der dich uns ent⸗
reißen will.“
„Nimmermehr! Wer könnte ſo grauſam ſein wollen.“
„Es iſt der dir beſtimmte Gemahl, Graf Ed⸗ gar von Bardenberg!“
„Graf Edgar von Bardenberg!“ ſprach Ma⸗ nuela ſtaunend nach.—„Hörte ich denn recht? Wie könnte ein ſo vornehmer Herr nach Ma⸗ nuela verlangen?“—
„Du biſt nicht, was du ſeither in frommer Demuth geſchienen: das arme Kloſterkind—


