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„Sprich, was ſoll ich thun?“
„Höre mich ruhig an und merke wohl auf.— Dein Vater— Gott hab' ihn ſelig, er ſteht vor ſeinem Richterſtuhl— beſtimmte ſchon frühzeitig über dein Geſchick, und ganz anders, als es bei deiner Geburt deine fromme Mutter gethan. Ihr Gelübde weiht dich dem Kloſter, der ſpätere Wille deines Vaters beſtimmt dich zur Gattin dem Sohne ſeines Bruders, und dieſer legte den gemeinſchaftlichen Beſchluß als ſeinen letzten Wil⸗ len nieder. Er war das Haupt ſeines Hauſes, und viele wichtige Beſtimmungen knüpfen ſich an dieſen Beſchluß, ſo daß er nur ſchwer zu löſen iſt. Doch kann es geſchehen durch dich.“
„Ich bin ganz verwirrt, gute Mutter, von dem, was ich höre. Du ſprichſt mir von einem Vater, einer Mutter, von Verwandten,— von einem Hauſe, dem ich angehöre— von Beſtim⸗ mungen, die ich nicht faſſe. O, ſage mir nur das eine deutlich: lebt meine Mutter denn noch?“⸗
„Sie lebt noch“, antwortete die Priorin et⸗ was beklommen.
„Und ſoll ich auch ſie wiederfinden in der Welt draußen?“


