Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Kirche zu erhalten. Ich löſe ſie, dieſe Aufgabe, nicht nur, weil ihr es gebietet, die ihr geheimniß⸗ voll über mir waltet, nein auch, weil es Eliſa⸗ beth will, deren Eigenthum Manuela bleiben ſoll; ein Erſatz für das Gut, das ſie einſt in Ver⸗ zweiflung und Gewiſſensqual hingab.

Ein höherer Wille vertraute ſie mir an, auf daß ſie eine Braut des Himmels werde, und nicht der ſtolze Name ihr bleibe, der meinem Kinde nur zur Schmach gereichen ſollte. Nach dieſen heftig ausgeſtoßenen Worten ſank die Priorin zu Boden und blieb eine Weile regungslos liegen. Als ſie ſich langſam wieder emporrichtete, war die Lampe dem Erlöſchen nahe, ſie gewahrte es nicht. Zu⸗ ſammengekauert auf dem Betſchemel, ſprach ſie leiſe vor ſich hin:Er iſt todt es ſei ihm ver⸗ geben Manuela aber bleibe mein, ich liebe ſie ja, ja, ich liebe ſie auch jetzt noch, da ich weiß, wer ſie iſt doch nur im Kloſter ſoll ſie glück⸗ lich ſein, nicht in dem ſtolzen Schloß der Barden⸗ 6 mein Fuß nicht betreten, deſſen Namen Kind nicht tragen durfte. Glaubſt du, daß der Luxus des Lobens, mit dem du es wohl umgeben haſt, dein Verbrechen an mir und ihm