Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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vächtniß jene Zeit, in der ich ihm ewige Liebe und Treue ſchwur, ihm mehr glaubte, als der war⸗ nenden Stimme meines Innern, und ich den Fluch der Eltern auf mich nahm, um ihm anzugehören. Löſche aus meinem Herzen ſein Angedenken denn es erzeugt Haß oder ſündige Liebe. Liebe ihn lieben, nein, nimmermehr, und wärſt du auch nicht Hildegard, wärſt du noch Eliſabeth, nur haſſen kannſt du ihn noch. Nein, auch nicht haſſen darfſt du ihn; unter dem heiligen Schleier iſt kein Raum für den Haß. Haß und Liebe jede irdiſche Leidenſchaft haſt du geopfert am Altar des Herrn. Ihr Haupt ſank tief herab. auf die ſchwerathmende Bruſt, und leiſe ſprach ſie weiter:Nur beten darfſt du noch für ihn und lieben nur ſein ihr Kind. Manuela Gräfin Aline Bardenberg, des letzten Bardenbergs Verlobte. Er kommt, ſie mir zu entreißen, ſie, das geweihte Gut des Kloſters! O, nimmermehr darf das geſchehen! nicht ſtatt des heiligen

die Grafenkrone ihr zartes Haupt ſchmücken.

ſen ſtolzen Traum, Rudolf, vernichtet meine die Hand der Priorin, der es zur Aufgabe ge⸗ ſtellt iſt, deine Tochter und ihr reiches'Erbe der