185 glücklich, Edgar— Auf ſeinem Todtenbett theilte mir mein Vater die traurige Geſchichte mit, die alle meine damaligen Glücksträume vernichtete.— Verzweiflung erfaßte mich, und ohne Lorenzo lebte ich wahrſcheinlich nicht mehr.“
Ella ſenkte ihr Haupt. Eine Pauſe trat ein. Edgar ſchien noch eine weitere Aufklärung zu er⸗ warten, doch ſie ſprach nichts mehr.
Die Frage ſchwebte auf ſeinen Lippen, ob ſie Lorenzo liebe. Da rief jener ihnen zu aus dem Garten herauf, ſie ſollten herabkommen, der Abend ſei ſo ſchön, und die Freunde würden bald da ſein.
„Kommen ſie, Graf, und bewahren ſie feſt in ihrer Bruſt, was ich ihnen anvertraute; ich will durch nichts mehr daran erinnert ſein, und Nie⸗ mand ſoll es weiter erfahren, daß er mein Vater war, auch Aline nicht, Edgar.“
Mit dieſen Worten eilte Ella ihm voran in den Garten und ging einigemale raſch durch die Roſen⸗ und Cypreſſengänge, dann ſchloß ſie ſich dem Freundeskreis an, der ſich inzwiſchen um einen Marmortiſch verſammelt hatte, auf dem Erfriſchungen ſtanden.


