Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
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Kunſtinſtitut, dem er mehr als dreißig Jahre eine ganz bedeutende Stütze geweſen. So glaubte er wenigſtens, und er hatte nicht ganz unrecht.

Manches zweifelhafte neue Stück hätte ohne ihn,

den aufmerkſamen Suuffleur, ſicher Fiasko gemacht, und mancher große Künſtler wäre in ſeinem Ruhm beeinträchtigt worden, hätte er nicht das Gedächt⸗ niß deſſelben ſo weſentlich unterſtützt, und ſchon auf der Probe ſich ganz genau alle ſeine Schwä⸗ chen eingeprägt. Er galt darum auch für einen vortrefflichen Souffleur, und erntete ſelbſt zu⸗ weilen Liebkoſungen von zarten Händchen; frei⸗ lich manchmal auch unverdiente Vorwürfe von roſigen und bärtigen Lippen, wenn dieſe mehr Un⸗ ſinn geſchwatzt, als das lauſchende Publikum ver⸗ tragen wollte.

Im Aerger darüber gelobte er zuweilen, jede andere Beſchäftigung ſeiner jetzigen vorzuziehen und nie mehr in den Kaſten zu ſchlüpfen, auf den ſo undankbare Blicke und Worte fielen; allein das war immer nur eine üble Stimmung, die

ſchnell vorüber ging, denn ſelbſt der größte Palaſt

würde ihn nicht ganz ſchadlos gehalten haben für ſein kleines Haus, vor dem es ſich ſo bunt,