Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
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15 Nun ja, ja. Sei doch zufrieden; das verſteht ſich ja von ſelbſt, beſchwichtigte Eliſe, und hielt dann ein leiſes Zwiegeſpräch mit ihrer Mutter, wyrauf Moritz das Kanapee als Nachtlager an⸗

ewieſen wurde, und Wilhelmine Eliſens Stüb⸗ theilen ſollte.

Wir wollen aber erſt zu Nacht eſſen, begehrte Moritz; doch dafür war nicht mehr Rath zu ſchaf⸗ fen, da ſich keine Speiſekammer in der Wohnung der Witwe befand. Moritz dachte recht verlan⸗ gend der guten Einrichtungen ſeiner Mutter; aber was half es, er mußte ſich zum erſtenmale in ſei⸗ nem Leben hungrig zu Bette legen, und fand dies Reiſeabentheuer durchaus nicht nach ſeinem Ge⸗ ſchmack. Eliſe und Wilhelmine plauderten noch lange miteinander; die Erſtere wollte Alles ſehr

genau wiſſen, und war nicht wenig erſtaunt zu er⸗

fahren, daß die Beiden ſich heimlich von Barden⸗ berg entfernt hatten Sie nannte Wilhelmine leichtfinnig, ja ihre Handlungsweiſe der Verwal⸗ terin gegenüber geradezu unmoraliſch, und meinte, Moritz müſſe gleich am andern Morgen eder heimkehren. Damit war nun Wilhelmine zlei einverſtanden, weniger mit Eliſens Rachſch